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Discounting
the flow
Das
DCF
Modell und der Aktienwert
Zur
Bewertung eines Unternehmens (einer Aktie) wird oft das Discounted
Cash Flow Modell (DCF) eingesetzt. Es ist ein Ertragswertverfahren, das
auf die
Diskontierung künftiger Gewinne basiert.
Bei
Aktienunternehmen werden anstatt der Gewinne,
die sich aus der
Unternehmensplanung abzeichnen,
die Free Cash Flows
verwendet und dadurch der Finanz-
bzw. Investitionskraft
des Unternehmens Rechnung tragen. Das Modell
kann mit entsprechender Anpassung für alle Unternehmen
verwendet
werden.
Wie
bei
jedem Modell, sind auch die Ergebnisse des DCF-Modells von der
zuverlässigen Schätzung der Prognosen abhängig (z.B.
Wachstumsrate der Cash Flows, Kapitalkosten). Minimale Veränderung des
Diskontsatzes führen zu erheblichen
Abweichungen
des Endwertes.
Bausteine
und Schwierigkeiten bei der Anwendung des DCF Modells:
1.
Die Free Cash Flows müssen bekannt sein.
Sie ergeben sich
allgemein aus dem operativen Cash Flow
(Mittelzufluss aus operativer
Tätigkeit) abzgl. bestimmter Investitionen ins Anlagevermögen
(maintenance). s.a. EBITDA
2. Es muss ein
Kapitalisierungszinssatz einschließlich des
Risikozuschlages zur Anwendung kommen (Vergleichsrendite). Der
Kapitalisierungszinsfuss
kann durch die gewichteten Kapitalkosten des Unternehmens gebildet
(WACC) werden. Dieser Zins ist ebenfalls ein Trennwert für die
Beurteilung von
Investitionsprojekten.
3.
Die Wachstumsrate des Fortführungswertes (der Wert, der über die
festgelegten Perioden
hinaus
geht) soll vertretbar sein. Die Rate kann nur bei gleichmäßig
wachsendem
Geschäft
realistisch angenommen werden.
Würde man
unterstellen, dass am Zeithorizont die
Wettbewerbsvorteile eines Wachstumsunternehmens wegfallen,
wäre diese Rate u.U. gleich null oder in Höhe der Preissteigerung.
Bei
Aktien unterliegen die oben geannten Faktoren einer
ständigen Veränderung.
Kann
man mit dem DCF-Modell die
Bewertung einer
Aktie
nachvollziehen? Für den Privatanleger nicht immer.
1.
Die
Free Cash Flows und die Aktualisierung der Marktdaten stehen
gewöhnlich nur Analysten und Fachkreisen zur
Verfügung.
2.
Wichtige
Indikatoren (Beta, Kapitalkosten, Wachstumsrate) variieren
sehr kurzfristig und zugängliche Informationen (z.B. über
Finanzportale) sind oft veraltet oder ungenau.
Aufgeben?
Nicht ganz!
Der Wert einer Aktie gleicht der
Diskontierung
(dem Barwert) aller Zahlungsströme (Dividenden und zur
Wachstumsfinanzierung einbehaltene Gewinne). Die im DCF-Modell
verwendeten Free
Cash Flows entsprechen nicht den Gewinnen. Diese können höher oder
niedriger
sein. Eine Kennzahl, die alles in sich trägt und die Zusammenfassung
aller verfügbaren Informationen darstellt, ist das Vorwärts-KGV =
aktuelle
Marktbewertung bzw. Marktrendite.
Dennoch, was langfristig gesehen beim Aktionär ankommt, sind doch
die Gewinne. Unter dieser Prämisse und
genauso wie bei anderen
verwendeten Indikatoren
zur Aktienanalyse (KGV, PEG,
EK-Rendite), kann der
Aktienwert im DCF-Modell anhand der Gewinne (EPS/GpA) abgebildet werden.
Sie können es versuchen mit dem Preis Check
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