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Dividenden
Dem
Wachstum entzogen?
Ein
oft verwendeter Begriff für Qualität von Aktien, ist die
Bezeichnung Blue Chip. Bei
diesen Aktien, handelt es sich gewöhnlich um Unternehmen mit
langjähriger Geschichte. Die
Produkte sind längst in aller Munde und die Weltmärkte fast
erschlossen.
Insbesondere
bei amerikanischen Unternehmen ist dann die Kasse richtig
voll. (Cash & Cash Equivalents). Überflüssige
Mitten (zum Wachstum nicht mehr benötigt) werden dann den
Aktieninhabern zurückgezahlt (Dividendenausschüttung).
Akkumulierte
Gewinne (Ergebnis + Rücklagen) sind z.T. eine Waffe des
Managements auf dem
Schlachtfeld
des Wachstums (ROI neuer Projekte). So entziehen gezahlte Dividenden
dem Unternehmen
ein Wachstumspotential in vergleichbarer Höhe. Voraussetzung
hierzu ist jedoch, dass das
Unternehmen
mit dem einbehaltenen Geld eine bessere Rendite erzielt, als
die vergleichbare Dividendenzahlung. Eine geringere
Ausschüttungsquote (Payout-Ratio) bedeutet: weniger Dividenden
heute
aber mehr in der Zukunft.
Beeinflusst
die
Dividendenausschüttung den Aktienkurs langfristig?
Allgemein
gilt, dass der Wert einer Unternehmung dem Barwert aller in
der Zukunft erwarteten
Zahlungen entspricht (Dividenden- Wachstumsmodell). Die
Ausschüttungsquote
beeinflusst den Preis einer
Aktie nicht, weil - bei gleich bleibenden Prämissen -
(Investitionsrendite, Steuerbelastung) - die beiden Effekte sich
gegenseitig aufheben.
Das
Dividenden-Wachstumsmodell geht
von einer stets gleich bleibenden Vergleichsrendite aus. Diese Rendite
entspricht allgemein den Marktkapitalkosten für die Aktie
(Kapitalmarktlinie oder ggf. dem KGV). Bleibt der
Marktkonsens
erhalten, wird sich auch am Preis wenig ändern,
weil der Markt immer für ein
Gleichgewicht sorgt (Equilibrium Price).
1) Quellen
und weiterführende Literatur:
Klaus
Spremann – Finanzanalyse u. UB – bei Oldenbourg Verlag
R.
Brealey – S. Myers – Principles of Corpaorate Finance – by
McGraw-Hill
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