Der Free Cash Flow

Anders als beim EBITDA, gibt es für den Free Cash Flow keine so standardisierte Definition. Der Free Cash Flow stellt - als Saldo des Finanzüberschüsses aus dem operativen Cash Flow und der getätigten Investitionen - eine Art liquiditätsmässige Balance zwischen der operativen Leistung von heute und der notwendigen Finanzierung des Wachstums durch Investitionen dar.

Die Free Cash Flows sind auch die Beträge, die im Discounted Cash Flow Modell der Unternehmens-
bewertung dienen.

Es gibt viele Ansätze - von Unternehmen und von Analysten - die sehr unterschiedlich sein können.
Eine sehr verbreitete US-Version ist:

Operativer Cash Flow
 - Investitionen ins Anlagevermögen
=  Free Cash Flow

Über die Behandlung der Investitionen fürs Anlagevermögen ist man sich nicht ganz einig. Wie
hoch soll bspw. der Anteil an Substanzerhaltung bzw.
an Wachstumsinvestitionen sein?.

Eine Abhilfe kann auch die Definition laut  IAS 7 nicht liefern.

Dort wird der FCF als der Saldo aus dem Operativen Cash Flow abzgl. aller Investitionen, die notwendig sind, die produktive Kapazität des Unternehmen zu erhalten (maintenance cap/ex) D.h. Investitionen für die Substanzerhaltung.

Die Verbindungs-Kennzahl Enterprise value / Free Cash Flow wird von vielen Analsysten als Bewertungs- bzw. Vergleichsmaßstab verwendet. Da viele Wachstumsunternehmen einen erhöhten Bedarf an Investitionen haben, dürfte berechtigt erscheinen,
om FCF nur die Ausgaben für die Substanzerhaltung abzuziehen (z.B. die AFA-Qute der Industrie von ca. 22% des Sachvermögens). Die Investitionen für Wachstum führen erst später zu Mehreinnahmen. Eine griffige Kennzahl bleibt jedoch das Verhältnis EV/OCF, weil es die Finanzierungstruktur und den Verbrauch an operativen Mitteln am Besten widerspiegelt.

Check:  Free Cash Flow

                                          
                      
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